Fokusindustrie: Automotive

Kostendruck macht erfinderisch: Heimcomputer ermöglicht Low-Cost-Lösung zur Prozessdatenerfassung in der industriellen Produktion von Kühlern für Pkw-Klimaanlagen

Modine, Österreich

Der österreichische Automobilzulieferer Modine baut Kühler für Pkw-Klimaanlagen. Vor kurzem wurde die dritte Generation an Produktionsanlagen in Betrieb genommen. Die Eigenentwicklung stand unter spürbarem Kostendruck. Engineeringpartner Lenze brachte sich mit einer ebenso kreativen wie pragmatischen Lösung ein, mit der Maschinendaten kostengünstig erfasst, ausgewertet und so die komplexen Prozessabläufe kontinuierlich optimiert werden können. Statt einem Industrie-PC liest nun ein einfacher Einplatinen-Homecomputer Raspberry Pi die Maschinendaten im Zehntelsekundentakt aus. Verzichtet wurde auf ein extra aufgesetztes System mit eigener Sensorik: Stattdessen werden die Daten genutzt, die die Maschine ohnehin aus der Steuerung heraus liefert. Der Erfolg gibt den findigen Ingenieuren Recht: Die neue Anlagengeneration kostete vor allem durch Vereinfachungen im Engineering und durch Eigenleistungen nur noch halb so viel wie der Vorgänger. Maßgeblichen Anteil daran hat die gemeinsam mit Lenze Engineering entwickelte Low-Cost-Lösung zur Datenerfassung.


Fokusindustrie: Consumer Goods

Trotz hoher Anforderungen in Rekordzeit entwickelt: Verpackungsmaschine für Gesundheits- und Kosmetikprodukte in Frankreich

Citus Kalix, Frankreich

Wer Tiegel und Flaschen für die Gesundheits- und Kosmetikprodukte verpacken möchte, hat hohe Ansprüche. Das gilt auch für Citus Kalix, einem der führenden französischen Hersteller von Maschinen, die dies ermöglichen. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Lenze mit dem Unternehmen eng zusammen. Aus diesem Grund konnte die Automatisierungslösung für die neue KV800 zur Präsentation auf der Branchenmesse Interpack 2017 in Rekordgeschwindigkeit entwickelt werden. Die Verpackungsmaschine bietet für spezielle Flaschenformen eine hohe Flexibilität und kann dank ihrer behutsamen Arbeitsweise selbst für besonders empfindliche Produkte eingesetzt werden. Die Automatisierungslösung trennt die Bewegungssteuerung und die sequenzielle Steuerung voneinander. So schützt Citus Kalix eigenes Know-how und gewinnt Unabhängigkeit von Roboter-Marken. Eingesetzt wurden der Controller C3200 von Lenze als „Gehirn“ für die Bewegungssteuerung sowie der Mehrachsen-Servo-Inverter i700 und der Servo-Synchronmotoren MCS. Dank der Applikation-Software-Toolbox FAST, die Standard-Software-Bausteine anbietet, kann die Einrichtungsphase der Maschine verkürzt werden.

„Wir schätzen unsere Partnerschaft mit Lenze. Für die KV800 haben wir über den gesamten Engineeringprozess hinweg zusammengearbeitet“ Anthony Defois, Leiter Entwicklung Automation bei Citus Kalix.


Fokusindustrie: Converting & Printing

Flexibilität und Geschwindigkeit: Antriebslösung für hybriden Etikettendruck

Maan Engineering, Niederlande

Das niederländische Unternehmen Maan Engineering entwickelt und baut hochwertige Ablöse- und Klebebeschichtungsanlagen für Etikettendrucker in aller Welt. 2017 präsentierte Maan auf der Labelexpo Europe in Brüssel die neue Laminier- und Beschichtungslinie HYBRID für die hybride Etikettenproduktion. Innerhalb von nur 15 Minuten lässt sich die Maschine umrüsten: vom selbstklebenden zum trägerlosen Etikett oder umgekehrt. Bei der Entwicklung der Maschine setzte Maan auf das Automatisierungs- und Branchen-Know-how von Lenze. Es entstand eine vollständige Antriebslösung aus mechatronischen Elementen und Software. Dank Einsatz der modularen FAST Technologie von Lenze konnte die Entwicklungszeit erheblich beschleunigt werden. Die vorgefertigten und standardisierten Softwaremodule ermöglichen die Einrichtung und Konfiguration der Maschinensteuerung flexibel und einfach per Klick.

„Wir konnten so die Softwareentwicklung erheblich beschleunigen. Weil sie im Prinzip schon komplett fertig für den Einsatz war. Wir mussten die Bausteine nur noch zusammenfügen und mit der Maschine verbinden, schon war alles fertig. Das war sehr einfach.“ Arjan Bovenmars, Industrial Automation Engineer bei Maas.


Fokusindustrie: Intralogistics

Kooperatives Engineering: maßgeschneiderte Antriebslösungen für Materialfluss von Finnair am Cargo Terminal des Flughafen Helsinki-Vantaa

Lödige, Deutschland / Finnair, Finnland

Wenn das Cargo-Terminal eines Flughafens innerhalb einer Bauzeit von weniger als einem Jahr realisiert werden soll, sind eingespielte Partnerschaften unverzichtbar. So wie die zwischen dem finnischen Spezialisten für Luftfrachtanlagen Lödige Systems und Lenze. Der komplette Materialfluss für das Frachtgeschäft der Fluggesellschaft Finnair am Cargo Terminal des Flughafens Helsinki kommt aus der Hand von Lödige; die Antriebstechnik für das Lager- und Transportsystem für Luftfrachtcontainer und Paletten stammt von Lenze. Angesichts der immer enger werdenden Termine solcher Projekte, ist Lödige dazu übergegangen, keine einzelnen Motoren oder Frequenzumrichter zu kaufen, sondern anschlussfertige Antriebslösungen. Dazu wurden im Vorfeld die Schnittstellen klar definiert und abgestimmt: von der Mechanik über die Elektronik bis hin zur Software. Bei der Inbetriebnahme im Frühjahr 2018 unterstützte Lenze vor Ort in Helsinki. Und für den Fall der Fälle steht ein Service-Team von Lenze im finnischen Espoo bereit und gewährleistet schnelle Reaktionszeiten.

„Elevating Transfer Vehicle (ETV) und Regalbediengeräte (RBG) sind antriebstechnisch ein besonderes Feld. Mit Lenze haben wir einen Partner gefunden, der nicht nur Technik liefert, sondern für uns auch Antriebs-Know-how mitbringt.“ Frank Hoffmann, Head of Controls / Electrical Engineering bei Lödige Systems.


Fokusindustrie: Textile

Einfach und klar: zukunftsweisende Visualisierung für Bedienung einer Textilmaschine

Monforts, Deutschland

Die einfache Kommunikation per Touchscreen, wie wir sie von Smartphones und Tablets kennen, ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im Maschinenbau ist sie noch längst nicht überall angekommen. Monforts, der Spezialist für Textilmaschinen aus Mönchengladbach, hat in enger Zusammenarbeit mit Lenze eine komplett neu gedachte Bedienerführung für Montex, seine neue Generation von Spannrahmen, entwickelt. Lenze hat Monforts in diesem Projekt über alle Phasen des Engineeringprozesses begleitet und insbesondere bei der Ideenfindung erste Umsetzungsszenarios skizziert, sodass aus der Idee ein Konzept und schließlich eine innovative Visualisierung wurde. Maschinenbauprojekte wie die neue Generation an Spannrahmen bei Monforts zeigen die Lösungskompetenz von Lenze, von der Aktorik über die Automatisierungssoftware bis hin zur Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Für den Bediener der Maschine öffnet sich eine neue Welt: Funktionen wie Wischen, Zoomen und Blättern auf dem multisensorischen Display sind nun auch an der Maschine möglich. Die Bildschirmaufteilung kann individuell angepasst und gespeichert werden, schließlich hat der Schichtleiter ein anderes Informationsbedürfnis als der Bediener vor Ort. Außerdem unterstützt die neue Visualisierung den schnellen Teleservice über das Internet. Weitere Vorteile neben dem höheren Bedienkomfort: Rüstzeiten, Prozessüberwachung und Datenverwaltung lassen sich verkürzen. Lenze ist überzeugt, dass die selbsterklärende Visualisierung mit einer gelebten Smartphone-Gestik der Standard im Industrieumfeld wird.

„Wenn sich unsere Spannrahmen gerade bei häufig wechselnden Maschinenführern leichter bedienen lassen, spart der Textilbetrieb Zeit bei Rüstarbeiten und dem Einfahren von neuen Produkten. Mit einem schnellen Rüsten der Anlage habe ich höchste Produktivität von Anfang an. Das rechnet sich für unsere Kunden.“ Klaus A. Heinrichs, Prokurist bei Monforts.